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9. Dezember 2016

R. Geigy-Preis 2016: Auszeichnung für Einsatz gegen vernachlässigte Krankheiten

Giovanna Raso und Jean T. Coulibaly heissen die Preisträger des R. Geigy-Preises 2016. Sie teilen sich ein Preisgeld von 20'000 Franken. Die Basler R. Geigy-Stiftung würdigt damit ihre Verdienste im Kampf gegen vernachlässigte Wurmerkrankungen in Westafrika. In Gedenken an den Biologen und Gründer des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts, Rudolf Geigy, verleiht die Stiftung alle zwei Jahre diesen Preis an junge Forschende, die sich durch hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der vernachlässigten Tropenkrankheiten auszeichnen.

Latrinenbau, Hygiene und vernachlässigte Wurmerkrankungen
Die Epidemiologin Dr. Giovanna Raso erforscht Massnahmen zur Gesundheitsverbesserung der ländlichen Bevölkerung in der Côte d’Ivoire. Ihr spezielles Augenmerk liegt dabei auf Wurmerkrankungen und der sanitären Hygiene. Giovanna Raso hat unter anderem einen Animationsfilm entwickelt, der spielerisch und humorvoll Wissen an Kinder und Erwachsene zu diesem Themenkreis vermittelt und Verhaltensänderungen anregt. Derzeit untersucht sie in einem neuen Forschungsprojekt den kombinierten Einfluss von medikamentösen Therapien, Latrinenbau, Versorgung mit sauberem Wasser und Sensibilisierungsmassnahmen an Schulen. Ihre Arbeiten bilden damit auch die Grundlage für weiterführende Gesundheitsempfehlungen beispielsweise der Weltgesundheitsorganisation WHO. Giovanna Raso hat 2004 an der Universität Basel und dem Swiss TPH doktoriert und arbeitet heute als Projektleiterin am Swiss TPH.

Bessere Diagnose und Behandlung der Bilharziose in der Côte d’Ivoire
Der Epidemiologe Dr. Jean T. Coulibaly leitet die Monitoring and Evaluation Unit am Centre Suisse de Recherches Scientifiques (CSRS) an der Côte d’Ivoire in Westafrika. Coulibaly erforscht die Verbreitung und Übertragung der Bilharziose und anderer Wurmerkrankungen in seiner Heimat Côte d’Ivoire. Er entwickelt und evaluiert neue diagnostische Methoden zur besseren Früherkennung und Medikamente zur Behandlung von Wurmerkrankungen. Auch dank seiner Forschungsarbeiten kann der Bilharziose-Erreger heute mit einem Schnelltest im Urin nachgewiesen werden. Aufwendige Stuhluntersuchungen sind nicht mehr zwingend notwendig. In Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe von Prof. Jennifer Keiser am Swiss TPH ist Coulibaly zudem auch an klinischen Studien zur Erforschung von Entwurmungstherapien beteiligt. Jean Coulibaly hat 2012 an der Universität Basel doktoriert.

Kontakt

Prof. Marcel Tanner, Präsident R. Geigy-Stiftung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

wurmerkrankunen

Juli 2015

Einsatz gegen Wurmerkrankungen in Afrika

Die mobilen Pastoralisten im Tschad leben auf engstem Raum mit ihren Nutztieren. Sie teilen sich Wasser, Nahrung, aber auch Parasiten und Krankheiten. Die Stiftung unterstützt das Swiss TPH im Kampf gegen dort vorherrschende Wurmerkrankungen wie die Bilharziose oder die Fasziolose. Ein mobiles Forscherteam untersucht und behandelt Mensch und Tier und macht lokale Forscher mit den neusten Diagnostikmethoden vertraut. Damit entspricht die Stiftung einem von den Pastoralisten selbst geäusserten Gesundheitsproblem.


Projekt: H. Greter und S. Krauth: Systems epidemiology of human schistosomiasis and livestock fascioliasis in Chad and Côte d’Ivoire

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12. Dezember 2014

R. Geigy Jubiläumsprojekt 2014

Die RGS verleiht ihren Jubiläumspreis 2014 an das Projekt «Connecting the Dots». Das Projekt verknüpft Forschung, Projektevaluation sowie Lehre und Ausbildung für die lokalen Mitarbeiter in der Great Lakes Region, dem neuen geographischen Schwerpunkt des Swiss TPH. «Die Ausbildung der lokalen Mitarbeiter kommt nicht nur den Forschungsprojekten zugute» sagt Projektleiter Manfred Zahorka vom Swiss Center for International Health (SCIH). «Es hilft auch, das Image des Swiss TPH noch stärker in der Region zu verankern». Aber Connecting the Dots fördert auch die Zusammenarbeit innerhalb des Swiss TPH. Am Projekt sind sowohl Lehre- Forschungs- wie Dienstleistungsdepartemente beteiligt.

Soyasonne337

12. December 2014

R. Geigy-Förderpreis 2014

Die R. Geigy-Stiftung ehrt Dr. Somphou Sayasone für seinen unermüdlichen Einsatz gegen vernachlässigte Wurmerkrankungen in Laos.

Somphou Sayasone entsagt sich jeglichen wissenschaftlichen mainstreams. Der junge Forscher untersucht seltene Wurmerkrankungen, unter denen auch die ländliche Bevölkerung Laos leidet. Dafür verbringt er Wochen und Monate in ländlichen Gegenden. Weitab moderner wissenschaftlicher Einrichtungen. Als einer der ersten gelang es ihm, die Würmer Echinochasmus japonicus und Capillaria philippinensis in Laos nachzuweisen. Die Erreger gelangen über den Verzehr roher Fische in den menschlichen Körper. Sie befallen den Magen-Darm-Trakt. Unbehandelt endet eine Infektion mit dem Haarwurm Capillaria tödlich. Aber Sayasone hat nicht nur kleinste Erreger, sondern das Gesundheitssystem als Ganzes im Blick. Je mehr Latrinen, desto weniger Wurmerkrankungen. So lautet die einfache Gleichung, die der Wissenschaftler immer wieder unterstreicht. Doch vom Wissen zur Umsetzung ist es ein weiter Weg. Nur ein geringer Teil der laotischen Landbevölkerung kann sich eine Latrine oder fliessendes Wasser leisten.

Mehr Informationen und Video...

 

Parasiten NHM

24. Oktober 2014 - 26. April 2015

PARASITEN. Life Undercover

Das Naturhistorische Museum in Basel lässt seine Besucher in die faszinierende Welt der Parasiten eintauchen. Die Ausstellung «PARASITEN. Life undercover» beleuchtet die faszinierenden Lebenszyklen von Parasiten und ihre erstaunliche Anpassungsfähigkeit in menschlichen und tierischen Wirten.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Swiss TPH erarbeitet und grosszügig durch die R. Geigy-Stiftung unterstützt.

 Yersin

1. November 2014 11:00, Stadtkino Basel

Filmpremiere: "Ce n'est pas une vie que de ne pas bouger", Alexandre Yersin - der Besieger der Pest

Regie: Stéphane Kleeb

Alexandre Yersin (1863 - 1943) gilt als der Mann, der die Pest besiegte. Kaum jemand kennt heute im Westen den Namen des Schweizer Arztes, Bakteriologen, Abenteurers, Forschers und Agronomen. In Vietnam gilt er als Held und wird als Bodhisattva (Erleuchteter) verehrt. Als Schüler von Louis Pasteur und Mitarbeiter des Diphtherieforschers Emil Roux verzichtet er auf die ihm gesicherte Karriere und begibt sich als Schiffsarzt mit der Rederei Messageries Maritimes nach Indochina. Von dort aus unternimmt er abenteuerliche Reisen ins unbekannte Hinterland. Als erster Weisser bereist er das Land der Wilden. Er vermittelt zwischen verfeindeten Stämmen und freundet sich mit ihnen an. 1894 bricht in Südchina die Pest aus und droht über Hongkong mittels Handelsschiffen nach Europa überzuschwappen. Es gilt dies mit allen Mitteln zu verhindern. Am 20. Juni 1894 gelingt Yersin, trotz vehementer Behinderung seiner Britisch-Japanischen Konkurrenten, die Entdeckung des Pestbazillus, die nach ihm benannt wird (Yersinia Pestis). Er entwickelt sogleich ein Antiserum. Als Erster gelingt es ihm, quasi über Nacht, einen Pestkranken zu heilen, was einem Wunder gleicht. Der Film macht sich auf die Spurensuche seiner faszinierenden Lebensgeschichte.

Der Eintritt ist frei. Im Anschluss offeriert das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) einen Apéro.

Stadtkino Basel: http://www.stadtkino.ch

phdgallery

22. Mai und 14. Juni 2014

Forschung interaktiv: Die Doktoranden-Galerie ist online

Die interaktive Website „The Gallery“ ist jetzt unter «thegallery.swisstph.ch» für die Besucher zugänglich. Hauptakteure der Galerie sind alle Doktorandinnen und Doktoranden, die von 1956 bis heute am Institut promoviert haben. Anhand ihrer Herkunft und ihrer Forschungsarbeiten lässt sich der Wandel des Swiss TPH zu einem globalen Forschungsinstitut nachvollziehen. Das Projekt hat die R. Geigy-Stiftung finanziert.


Die Gallery erzählt die Geschichte des Swiss TPH anhand seiner Doktorandinnen und Doktoranden. Sie erlaubt Einblicke in den Wandel der Forschung am Swiss TPH und die zunehmend globale Ausrichtung des Instituts. Was waren die Forschungsthemen in den 1950er-Jahren? Woher kamen die jungen Doktoranden damals? Mit welchen Institutionen arbeiteten sie zusammen? Und wie hat sich das bis heute geändert?

 

Veränderte Forschungslandschaft

Den Besuchern stehen verschiedene Anwendungen zur Verfügung. Informationen zu der Herkunftsnationalität der Doktoranden, Partnerinstituten, Themen oder einzelnen Krankheiten sind dabei zentral. Die Besucher sind aufgefordert, sich aktiv mit den einzelnen Anwendungen zu beschäftigen. Mithilfe eines virtuellen Zeitstrahls können sie die Jahre Revue passieren lassen und spielend zwischen dem „damals“ und „heute“ hin und her springen. Umfangreiches Bild- Text- und Videomaterial dokumentieren die Veränderungen durch die Zeit.

Eure Anregungen sind uns wichtig!

Die Website ist auf weitere Personengruppen in Richtung einer Mitarbeiter-Galerie ausdehnbar. Weitere Anwendungen, z. B.  wie die Darstellung einzelner Forschungs-, Lehr-, und Dienstleistungsprojekte des Swiss TPH liessen sich integrieren. Zum heutigen Zeitpunkt sind wir aber an der Nutzerfreundlichkeit der bestehenden Galerie interessiert. Sind die einzelnen Anwendungen verständlich und nachvollziehbar? Wo besteht Verbesserungsbedarf?


Bitte schickt uns eure Eindrücke und Erfahrungen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

freyvogel

22. Juli 2014

Eine kurze Geschichte des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts

Das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) ist 70 Jahre alt. Aus dem von Rudolf Geigy im Mai 1944 gegründeten ‚Tropeli‘ ist heute eine Institution weltweiter Ausstrahlung geworden. Das anlässlich des Jubiläums veröffentlichte Buch «Vom STI zum Swiss TPH» erzählt die Geschichte des Instituts von seinen Anfängen bis in die Gegenwart. Das Buch wurde von der R. Geigy-Stiftung finanziert.

Die Geschichte des Swiss TPH ist eine Geschichte von Tradition und Neuanfängen. Aus einem überschaubaren Familienbetrieb hat sich das «Tropeli» in eine Institution globalen Zuschnitts gewandelt. Doch viele Grundsätze, die das Tropeninstitut bereits in den 1940er-Jahren prägten, haben sich bis heute erhalten. Da ist zum Beispiel die Verknüpfung von Lehre, Forschung und Dienstleistungen. Da ist der konstante Austausch zwischen Forschung im Labor und den Anwendungen im Feld oder der Einsatz im Kampf gegen vernachlässigte Krankheiten.

 

Für ein allgemeines Publikum geschrieben

Das von Niklaus Weiss und Lukas Meier verfasste und reich bebilderte Buch spürt den Kontinuitäten und Brüchen in der Geschichte des Swiss TPH nach. Es richtet sich an eine breite Leserschaft. An Mitarbeiter, die selbst Teil der Geschichte des Instituts waren, wie auch an junge Studierende, die sich rasch ein Bild über die Vergangenheit des Swiss TPH machen möchten.

 

Ideales Mitbringsel

Das Buch liegt in der Bibliothek des Swiss TPH bereit. Es liegt leicht in der Hand und ist deshalb ein ideales Mitbringsel für Freunde und Partner in Übersee, wie auch als Gastgeschenk für Besucher in Basel. Fasst euch also ein Herz und ein Buch und verteilt diese grosszügig an Freunde und Bekannte!

OpenHouse2014

14. Juni 2014

Das Swiss TPH wird 70!

Am 4. Mai 1944 wurde die Gründung des Schweizerischen Tropeninstituts vollzogen. Seither hat sich das Swiss TPH zu einer international anerkannten Institution gewandelt, das mit seiner Lehre, Forschung und Dienstleistung einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der globalen Gesundheit leistet. Feiern sie mit uns!


22. Mai 2014: Offizieller Festakt in Basel

14. Juni 2014: Tag der offenen Tür am Swiss TPH

Mehr Informationen: http://www.swisstph.ch/openhouse.html

Buchveröffentlichung

Mai 2014

Buchveröffentlichung: Lukas Meier, Swiss Science, African Decolonization and the Rise of Global Health 1940-2010

Wissenschaftliche Neugierde ist grenzenlos. Auch in der Schweiz. Das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) errichtete bereits in den frühen 1950er-Jahren zwei Forschungslaboratorien in Afrika: Das Centre Suisse de Recherches Scientifiques (CSRS) in der Côte d'Ivoire, sowie das Swiss Tropical Institute Field Laboratory (STIFL) in Tansania. Das von der R. Geigy-Stiftung geförderte Buch erzählt die Geschichte der Schweizer Wissenschaft an diesen Schauplätzen. Es beschreibt den Wandel einer von einer auf die Schweiz bezogenen Wissenschaft zur aktiven Forschungspartnerschaft.